Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Zwischenbericht über das Projekt abgeliefert. In ihrer sehr spannenden Arbeit konnte Frau Dr. Lena Behrmann zeigen, dass die Knochenmarkinfiltration mit AML-Zellen zu einer Expression des sogenannten Faktors GOF 15 führt, der einen prognostischen Wert für das Überleben von Patientinnen und Patienten mit akuter myeloischer Leukämie darstellt.
Als Quelle für GOF 15 wurden sogenannte mesenchymale Stammzellen identifiziert, die ihre Expression erst nach Kontakt mit AML-Zellen für diesen Wachstumsfaktor angestellt haben. Daher scheint GOF 15 auch ein Faktor zu sein, mit dem die Interaktion zwischen AML-Zelle und Mikromilieu des Knochenmarks in der sogenannten Knochenmarksnische beeinflusst werden kann.
Es ist gelungen, in Kooperation mit der Universität Würzburg einen blockierenden Antikörper gegen GOF 15 zu erhalten. Hierzu sollen in einem nachfolgenden Projekt noch intensivere Untersuchungen angestellt werden.
