Entwicklung eines in vitro und in vivo Modells zur Erforschung des transdifferenzierten neuroendokrinen Prostatakarzinoms

Das Projekt wurde unter der Leitung von Frau Prof. Gunhild von Amsberg erfolgreich durchgeführt. Die eingesetzten Proteomanalysen haben Einblick in die Entwicklung möglicher Resistenzmechanismen beim Prostatakarzinom im fortgeschrittenen Stadium aufgedeckt.

Insbesondere wurde ein Modell zu metastasierten kastrationsresistenten Zellen unter Taxan-Exposition etabliert. Es fanden sich zwischen 52 und 78 Proteine, die unter einer Chemotherapie mit Docetaxel und Cabazitaxel unterschiedlich reguliert wurden. Als besonders relevant stellten sich Transportproteine heraus sowie Proteine, die an die Zellproteinmaschinerie (RNA/Ribosomen-assoziiert) gekoppelt sind. Insbesondere fand sich auch die Hochregulation der sogenannten neuroendokrinen spezifischen Marker wie der NSE.

Insgesamt zeigt sich, dass eine Langzeit-Taxan-Exposition zur Entwicklung neuroendokriner Eigenschaften in einzelnen Zellklonen führen kann. Dies ist für die Therapie von Patienten mit Prostatakarzinom von außerordentlicher Bedeutung. Die erzielten Ergebnisse wurden als Abstract für den Kongress der American Society of Clinical Oncology für uroonkologische Tumoren (ASCO GU 2023) eingereicht.

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